Rückblende 2014

Vor 80 Jahren, 1934, wurde die Domäne Klöden aufgelöst.
Vor über 700 Jahren war Klöden gemeinsam mit Pretzsch noch ein einziges Rittergut. Nach dem Verkauf an den Kurfürsten war es rund 30 Jahre ein sächsisches Kammergut, aber schon 1812 wurde es für über 200 Jahre eine königlich preußische Domäne.
Die Schulchronik berichtet:

"Die Domäne ist in den Besitz der Siedlungsgesellschaft übergegangen, da die wirtschaftlichen Verhältnisse des bisherigen Pächters Frau Amtsrat Kleinau durch die Zeitverhältnisse sich derart verschlechtert hatten, daß eine Fortführung des Betriebes fraglich geworden war. Bei dieser Gelegenheit wurde das Schloß von der Domäne getrennt und die Regierung übernahm das Schloß selbst in eigene Verwaltung. Die Domäne ging im Sommer 1934 in den Besitz der Siedlungsgesellschaft Sachsenland über, die sie in eigene Bewirtschaftung übernahm."


Vor 110 Jahren, 1904, bekam unser Ort eine neue Schule. Die Einweihung erfolgte mit Schlüsselübergabe des Bauunternehmers Karl Klebe an den Localschulinspector Pastor Schönn im Beisein von Probst Cherubim.
[Quelle: Schulchronik]
45 Jahre später trug sie eine Losung in weißer Schrift, die z.T. noch heute erkennbar ist und wahrscheinlich "Wir lehren für den Frieden!" lautete.

Neue Schule Klöden 1904

Bereich des Amtsbezirks Clöden 1874

Vor 140 Jahren, 1874, endete die Gerichtsbarkeit der Gutsbesitzer und die Kreise wurden in "Amtsbezirke" mit je einem "Amtsvorsteher" eingeteilt. So entstand auch der Amtsbezirk Clöden (s. Karte!) mit dem 1. Amtsvorsteher Karl von Hülsen, dem das Rittergut Hemsendorf gehörte.
Im "Amtsausschuß" wurde der Ort Clöden durch den Ortsvorsteher Hessler und den Schöppen Peschel, die Domäne durch den kgl. Oberamtmann Edward Bates vertreten.
Einige Episoden aus den Sitzungsprotokollen sind im "Heimatkalender für das Jessener Land" (2012, S. 104, Von Amtsgefängnis bis Zemperverbot, Autor G. Cerych) zu finden.
Pfeil Heimatkalender mit Infos zu Klöden

Vor 240 Jahren, Ende 1774, erhielt die Elbe bei Klöden ein neues Flussbett. Ein großer Mäander, der bis Bösewig reichte, wurde abgeschnitten.
Fast 200 Hektar der Gemarkung lagen plötzlich am anderen Elbufer.
Das war auch die Ursache für den Verkauf des Rittergutes durch die Grafen Löser 7 Jahre später an den sächsischen Kurfürst.

Elbdurchstich bei Klöden


Vor 300 Jahren, 1714, nach fast 100 Jahren vergeblicher Versuche, konnte endlich der Klödener Riß von der Elbe abgetrennt werden. Riß von Elbe 1714 abgetrennt Kleindröben und Klöden, die schon beide einige Gehöfte durch Eisgänge und Hochwasser im Riß verloren hatten, konnten wieder aufatmen.

Etwa in der Mitte des Weges von Mauken nach Düßnitz musste ein fast 400m langer Damm quer durch den Riß, der hier über 10m tief war, gebaut werden. Kurz vor Weihnachten 1714 konnten alle auch ohne die bisherige Fähre diese Straße nutzen.

Lage Rißdamm 1714

Vor 330 Jahren erhielt die Klödener Kirche ihre barocke Inneneinrichtung. 10 Jahre davor stand sie schon kurz vor dem Verfall und konnte nur durch die großzügigen Spenden von Margaretha Sybille Löserin, geb. v. Einsiedel, gerettet werden. Sie hatte etwa um 1675 das Rittergut von Christian Ernst Kanne für ihren jüngeren Sohn Magnus gekauft, der aber schon 1694, kurz nach seiner Mutter, im Alter von 24 Jahren verstarb.

Klödener Kirche 2012


Vor 1200 Jahren, beim Tode Karls des Großen, bildete die Elbe die feste Grenze seines Reiches. Die Länder bis zur Oder waren tributpflichtig.

[Quelle: http://www.900tu16s.de/resources/Frankenreich_768-811.jpg]

Das Frankenreich 814


Andere Jahre:

Weitere Infos: