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wie man nachricht hat

Immer wieder hört man von Ereignissen, die
"seit Menschengedenken"
noch nie passiert wären.

Zum Auffrischen unseres Gedächtnisses soll deshalb hier an einige Dinge erinnert werden, die im angegebenen Jahr gerade einen "runden" Jahrestag haben.

Zusammengestellt von Günter Cerych

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Rückblende 2012

2012 ist der Elbdamm zwischen Mauken und Klöden 150 Jahre alt geworden. Dieses etwa 3 km lange Stück ist damit der jüngste Abschnitt in unserer Elbaue, denn die übrigen waren schon 1857 fertig gestellt. Jeder Kilometer kostete damals etwa 5000 Thaler. Heute liegen die Kosten pro Kilometer bei rund 1 Million Euro...

Fertigstellung Elbdamm Klöden 1862
Quelle: Annalen der Landwirthschaft in den Königlich Preußischen Staaten, 41. Band, Berlin 1863, S. 274/275


Vor 10 Jahren, im August 2002, war unser Ort für eine Woche eine Insel ohne elektrischen Strom. Der Dammbruch bei Dautzschen machte der Jahrhundertflut den Weg frei und innerhalb von 2 Tagen umgab uns ein See, doppelt so groß wie der Müritz-See. Rund 225 Quadratkilometer standen plötzlich unter Wasser.

Thomas Jürgens hat damals eindrucksvolle Fotos gemacht, die auf der Homepage "Die Mühle von Klöden" im Menu-Punkt "Hochwasser" zu finden sind:
Pfeil www.muehle-kloeden.de/Hochwasser/HW-Start.html


Elbe zugefroren 1962/63

Ein Spaziergang über die Elbe, wie im Bild von Mauken zum Pretzscher Fährhaus, war zum letzten Mal vor 50 Jahren, im Winter 1962/63 möglich.
Der Pretzscher Fährmann hatte einen sicheren Weg, auch für Lkws(!), durch Birkenstämmchen markiert. Das Eis hatte eine sichere Stärke erreicht, weil es mehrere Wochen ununterbrochen Frost gab. Schulen und Unis mussten schließen, weil es nicht mehr genügend Kohlen gab.
Bild-Quelle: Chronik Klöden, Ordner 10


Vor 670 Jahren ist Klöden offenbar von einer furchtbaren Katastrophe heimgesucht worden. Zu viele Indizien aus allen Bereichen und Spuren an Kirche und Burg legen einfach nahe, dass damals die Elbe sich eine ganz neue Flutrinne riss. Nach schnellen überflutungen durch Eisstaus im Winter und der bald folgenden Jahrtausendflut, dem Magdalenen-Hochwasser, im Juli 1342, haben allem Anschein nach von Klöden nur die Kirche und die Burg, beide schwer beschädigt, "überlebt".

Tag X für Klöden 1342?

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