wie man nachricht hat
Immer wieder gibt es Ereignisse, die "seit Menschengedenken" nicht passiert wären.
Zum Auffrischen unseres Gedächtnisses soll hier an einige Dinge erinnert werden,
die im aktuellen Jahr gerade einen "runden" Jahrestag haben.

Rückblende 2017

Pfeil Zurück zum Menü       Weitere Rückblenden:   Pfeil 2012 Pfeil 2013 Pfeil 2014 Pfeil 2015 Pfeil 2016
Vor der Fundamentstabilisierung bekam das Gebäude erst mal außen und innen ein "Korsett":

Sanierung Ostflügel 2007

Schreckensbild vor 70 Jahren:
Ein Winterhochwasser im März 1947 war der Elbaue fast zum Verhängnis geworden. Einige mächtige Eisschollen hatte das Wasser schon auf die Dammkrone zwischen Klöden und Kleindröben geschoben... Bild-Quelle: Chronik Klöden, Ordner 10

Da die Elbe vor Einleitung warmer Industrieabwässer viel häufiger eine geschlossene Eisdecke bilden konnte, kam es bei plötzlichem Tauwetter oft zu einem rasant steigenden Pegel durch Eisstau mit katastrophalen Folgen.
In Wittenberg war die Elbe 1947 von Januar bis März 69 Tage zugefroren!
Quelle: Die Elbe und ihr Einzugsgebiet, IKSE, 2005, S.219


Vor 240 Jahren, 1777, kam Elbewasser durch einen Eisstau bei Strehla sogar bis in die Gegend von Übigau, also auch in die Schwarze Elster!
Quelle: Pötzsch, Chronologische Geschichte der großen Wasserfluthen.., 1784, S.97ff

Elberegulierung 1926-27

Vor 270 Jahren, 1747, fand eine recht grausame Hinrichtung in Klöden statt:
"Im Jahre 1747 wurde Christiane Hanke, welche sich mit ihrer Wirtin gezankt und Feuer angelegt (13. Okt.), in den Fichten nach Rade zu öffentlich auf dem Scheiterhaufen verbrannt."
[Quelle: Johann Christian Schulze, Chronik der ehemaligen Chur- und jetzigen Kreisstadt Herzberg, 1842]


Gerichtsherr in Klöden war damals Hans v. Löser, der 2 Jahre davor den Reichsgrafentitel erhalten hatte.
Es war aber üblich, dass der eigentliche Prozess von einem Richter aus Wittenberg geführt wurde.

Dorfplünderung

Schon vor 440 Jahren, 1577, als der Riß noch gar nicht existierte(!), bedrohten die regelmäßig wiederkehrenden Fluten der Elbe die Kirche.
Zum Schutz des Steilhanges davor hatte man vorsorglich mehr als 80 Pfähle eingeschlagen.
In der damaligen Kirchenvisitation musste man aber beklagen, dass die Klödener dahinter zwar keine Erde aufgefüllt hatten, aber dafür mit Ausdauer anderen Sachen nachgingen:
" ...Die Trinkereien werden wohl auf 8 Tage ausgedehnt, daß die Juncker ja ihr Bier los werden....Vom Drachen, der fliegen soll, hört man, weiß aber nichts Gewisses..."

Quelle: Pallas: Die Registraturen der Kirchenvisitationen im ehemaligen sächsischen Kurkreise, 3. Teil, Halle 1908

Ansicht 1546
[Quelle: https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/]

Vor 750 Jahren, am 15. Juli 1267, urkundet Graf Konrad von Brehna in Klöden. Er verkauft dem Kloster Doberlug zweieinhalb Hufen eines Vorwerks in Zschackau (Beilrode).
Interessant ist die Zeugenliste besonders für Rade: Ein Zeuge nennt sich "Otte vomme Rode"! Offenbar hat Ritter Otto von Rade schon damals in der gleichen Rad'schen Mundart dem Urkundenschreiber seinen Namen genannt.
Da sich der Landadel zu dieser Zeit meist nach seinem Wohnsitz benannte, kann also Rade 2017 seine 750-Jahr-Feier begehen!
Herzlichen Glückwunsch!
Aus der Reihenfolge der Zeugen (Geistliche, Kammerherr, Ortsadel, Ritter..) kann man ebenfalls indirekt auf die damaligen Besitzer der Burg Klöden schließen: Günter und Heinrich Schenken (von Seyda?).
[Quelle: http://books.google.com
Ludewig, Reliquiae Manuscriptorum omnis aevi...]